Dafür braucht es Kühe, die das System schnell erlernen, den Roboter regelmäßig von sich aus aufsuchen und möglichst viele Fett- und Eiweiß-Kilogramm pro Minute Roboterzeit produzieren. Gert-Jan van den Bosch, internationaler Genetikspezialist bei CRV, hört dies von Landwirten weltweit und bekommt auf die Frage, welche Merkmale die ideale „Roboter-Kuh“ haben sollte, die gleiche Antwort: hohe Melkgeschwindigkeit, gute Beine, optimale Strichlänge, Euterbalance und die Stellung der hinteren Striche. Ob die Selektion nach diesen Merkmalen jedoch wirklich zu weniger Arbeitsaufwand und mehr Ertrag führt, ist fraglich. „Wäre es nicht effektiver, auf Merkmale zu züchten, die in direktem Zusammenhang mit Arbeitsaufwand und Rentabilität stehen?“, schlägt er vor.
Die Zucht trägt dazu bei, den Arbeitsaufwand zu verringern und die Rentabilität des automatischen Melkens zu steigern.
Eine Selektion anhand des Melkroboter-Index führt zu
- mehr Kilogramm Fett und Eiweiß pro Roboter und Tag,
- zu Färsen, die sich schneller an den Roboter gewöhnen,
- zu einem kürzeren Melkintervall,
wobei die Eutergesundheit erhalten bleibt oder sich sogar verbessert.






